“Für die Fährtenarbeit braucht ihr Geduld, Geduld, Geduld!” Das war das Fazit nach zwei Tagen Fährtenseminar mit unseren Schweizer Freudinnen Cornelia Zwahlen und Jolanda Bühler. Zweimal hatten die Beiden uns 2009 schon in Königsbrunn besucht, um privat Aicy’ s Freunden und Glacis-Geschwistern die Freude an der Fährtenarbeit zu vermitteln. Angesteckt von diesen positiven Erfahrungen lud Aicy’ s Züchterin Andrea Wittmann diesmal in ihre Ortsgruppe Ingolstadt-Mailing zu einem Wochenendseminar ein.
Zwölf Teams mit den unterschiedlichsten Erfahrungen in der Fährtenarbeit stöhnten am Samstagmorgen arg, da es die ganze Freitagnacht geschneit hatte und die Mailinger Wiesen und Äcker unter einer dicken Schneedecke begraben waren. Aber die beiden Schweizerinnen ließen sich nicht beirren. “Das ziehen wir durch” hieß es um neun Uhr, und so begann am Samstagmorgen bei -11° C ein Fährtenwochenende, wie es lehrreicher und interessanter kaum sein kann. Conni und Jolanda, beide Diensthundeführerinnen bei der Schweizer Polizei, arbeiten in enger Anlehnung an Bernd Föry, den Erfinder der Sucharbeit mit Filmdöschen. Ausgebaut und ergänzt mit eigenen Erfahrungswerten und einem unglaublichen Gefühl für jeden einzelnen Hund überzeugten die Beiden die Hundeführer und Zuschauer und halfen so manchem Hund aus einer Sackgasse, in die ihre Trainer sie manövriert hatten. Jeder Einzelne konnte nachvollziehen, wo die Fehler lagen und bekam einen Weg aufgezeigt, wie man mit korrektem, konsequentem und vor allem geduldigem Training wieder in die richtige Spur kommt. Den Hunden war deutlich anzusehen, dass sie mit den Anforderungen umgehen konnten und in der Lage und Willens waren, die gestellten Aufgaben zu lösen. So mancher Seufzer der Erleichterung war am Rande zu vernehmen.
Bei der Schlußbesprechung am Sonntagnachmittag betonte jeder einzelne Hundeführer, dass ihm in diesen zwei Tagen die Freude an der Fährtenarbeit vertieft oder vermittelt wurde und war überzeugt, mit einem guten Konzept für die weitere Ausbildung nachhause zu fahren.
Vielen Dank Conni und Jolanda für zwei wunderschöne, lehrreiche Tage! Und hier die Bilder, die mehr sagen als tausend Worte!

Jolanda Bühler & Cornelia Zwahlen
Voller Vorfreude und Eifer waren wir am Montag auf dem Weg zu unserer Tierärztin, hatten wir doch gelesen, dass ab dem 22. Tag “der Herzschlag zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden kann”. Mal ehrlich, denkt ihr bei “Herzschlag ” nicht auch daran, auf denselben zu lauschen? Falsch gedacht! Man kann den Herschlag sehen, falls, ja falls man eine Ultraschalluntersuchung macht. Machen wir aber nicht. Sabine Schweiger versuchte dann noch, durch Palpation (abtasten) die Embryonen zu erfühlen. Da aber Aicy eine ausgesprochen starke Bauchmuskulatur hat, war leider auch hier keine Aussage möglich
Also warten wir weiter …
Gestern haben wir in Handarbeit die Wurfkiste gebaut. Das heißt, Aicy hatte die Bauüberwachung und Brigitte durfte bohren und schrauben. Die Wurfkiste besteht aus 19 mm Spanplatten und hat eine Größe von 1,80 m x 1,25 m. Unter der Wurfkiste haben wir PVC ausgelegt, falls mal „was durchgeht”. Die Inneneinrichtung besteht im Moment aus einer dicken Schurwolldecke als Unterlage, einem Liegekissen und Aicy’ s Lammfell, damit sie sich in den nächsten Wochen dort so richtig kuschelig wohl fühlt.

Heute habe ich den viel beschriebenen „Schleimtropfen“ an der Vulva entdeckt,
ein zäher, glasiger Ausfluss, der laut erfahrenen Züchtern das sicherste
Anzeichen für eine Trächtigkeit sei!
Natürlich hat Brigitte auch sonst “ganz sichere Anzeichen” einer Schwangerschaft entdeckt: Ich sei so verschmust, suche noch engeren Körperkontakt als ohnehin schon, drück mich immerzu an sie. Ja mei, wenn dir einer den ganzen Tag ins Ohr flüstert, dass du bald Mama wirst und Babys hast und dabei fast schluchzt vor Rührung, dann wird doch jede sentimental, oder?
Und weil das Leben ohne Agility und ohne Schutzdienst nicht schon langweilig genug ist, habe ich mir auch noch eine Pfote geprellt und dabei eine Kralle ganz scheusslich eingerissen, so dass ich nur mit Schuh laufen darf, meist auf drei Beinen. Aber ich habe da schon eine ganz gute Technik entwickelt und bin fast so schnell wie auf vier Pfoten! Hoffentlich werden meine Babys keine kleinen Kängurus!

Meine Mama ist wieder Mutter geworden! Wir gratulieren herzlich zu vier Söhnen und zwei Töchtern!
„Enya vom Kammberg“ und der „C-Wurf von der Glacis“
